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1.10.2004

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Das JUKUZ ist dabei: PiT - das Gewaltpräventionsprojekt.....
näheres unter www.PiT-hessen.de

hier der Artikel aus der Oberhessischen Presse vom 10.10.07:

PiT an der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain

Kirchhain. Das Gewaltpräventionsprogramm der Landesregierung Prävention im Team (PiT) startet nun auch in Hessen. Die Alfred-Wegener-Schule (AWS) nimmt als erste Schule im Kreis teil.

von Simone Schwalm

„Gewalt ist, wenn eine Person oder ein System einen Menschen an Körper oder Seele durch Worte, Taten oder Unterlassung verletzt oder Sachen beschädigt.“

Gemeinsam mit ihrem Schulteam entwickelten die Schüler der Klassen R7a und R7b während des ersten Treffens eine eigene Definition von Gewalt.pit01

Das Team aus Polizeibeamtin Christina Frank, Bernhard Fuchs von der Jugendförderung und den Lehrern Katharina Denig-Helms und Gerd Huntemann vermittelt den Schülern neue Wege der Gewaltprävention. Diese Teambildung und die enge Kooperation über einen längeren Zeitraum sind bei PiT-Hessen eine zentrale Zielsetzung. „Dass wir in dieser Form zusammen an einem Strang ziehen, ist neu“, sagte Fuchs.

Dabei werden die Schüler jedoch nicht belehrt. „Wir setzen auf die Kompetenz der Schüler“, hob er hervor. „Ihre private Welt wird zur Grundlage des Ganzen“, erklärte Huntemann. So berichteten die Mädchen und Jungen beispielsweise von „Orten der Gewalt“ in ihrer Umgebung. „Ich weiß jetzt, dass ich bestimmte Orte besser meiden sollte“, sagte ein Schüler.

Während des Spiels „Gewaltbarometer“ lernten die fast 50 Schüler verschiedene Gewaltsituationen kennen und entschieden, was Gewalt ist. Gerade dieses Spiel gefiel den meisten besonders gut. „Wir haben verschiedene Formen der Gewalt kennen gelernt, es gibt psychische, körperliche und strukturelle“, berichtete ein Schüler.

Die Polizeibeamtin Christina Frank klärte darüber hinaus über straftrechtliche Konsequenzen auf. „Früher habe ich immer gedacht, lass es drauf ankommen, dann passiert eben eine Schlägerei, jetzt denke ich das nicht mehr“, sagte ein Schüler. Ein anderer nahm sich vor: „Ich will nicht mehr provozieren.“

Neben dem rechtzeitigen Erkennen von Gewaltsituationen sollen die Schüler befähigt werden, aus einem sich anbahnenden oder laufenden Konflikt gewaltfrei auszusteigen und als Zeuge einer Gewaltsituation richtig zu helfen. „Die Kinder lernen zwar, der Gewalt aus dem Weg zu gehen, nicht aber dem Konflikt“, sagte Katharina Denig-Helms. So bietet die Schule parallel zu PiT auch Schülerstreitschlichtung zur Konfliktbewältigung, Mediation und Erlebnispädagogische Ansätze.pit02

Das PiT-Schulteam führt mit den Schülern ein Jahr lang Trainingsmaßnahmen durch, die nicht den Täter, sondern das potentielle Opfer von Gewalttaten in den Mittelpunkt rücken. Das Projekt an sich soll vorerst fünf Jahre existieren und mehrere hundert Schüler der siebten und achten Klassen erreichen.

PiT-Hessen ist das Gewaltpräventionsprogramm der Hessischen Landesregierung im „Netzwerk gegen Gewalt“, getragen vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, Kultus-, Sozial- und Justizministerium. Das Projekt baut zudem auf dem bestehenden Programm „Cool sein – cool bleiben“ auf.

 

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