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1.10.2004

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Grashüpfer am Edersee

Kindergruppe des BUND und Jukuz Kirchhain besuchen Wiese im Nationalpark Kellerwald

Die Kinder des Kooperationsprojekts zwischen BUND und Jukuz Kirchhain, die „Kirchhainer Grashüpfer“, verbrachten im Rahmen ihres Wiesenprojektes ein Wochenende im Heuhotel am Edersee. Zu den Grashüpfer gehören 21 Kinder im Alter zwischen 4 undgrashupf-edersee 8 Jahren, die sich einmal pro Woche treffen, um die Natur mit allen Sinnen zu erforschen. In diesem Frühjahr standen verschiedene Wiesen auf dem Programm. Wiesen, die intensiv für Silage genutzt werden, Weiden und die BUND-Streuobstwiese „In den Lambern“ in Kirchhain. Neben Heuschrecken, verschiedenen Blumen und Schmetterlingen fanden die jungen Forscher Unterschiede in der Zusammensetzung der Wiese und der Menge der dort lebenden Tiere.

Abschluss des Wiesenprojektes war ein Besuch der Bergwiesen, die zum Nationalpark Kellerwald-Edersee gehören. Dafür zogen die Grashüpfer für ein Wochenende ins Heuhotel. Sie verbrachten dort eine schöne Zeit. Neben der Erforschung der Wiese gab es genügend Gelegenheit für Wasserspiele am Edersee und im Aquapark an der Staumauer. Es wurde kräftig ausprobiert und geplanscht. Der zweite Tag begann mit Erkundung einer Wiese, die zum Nationalpark Kellerwald gehört. Dort wurde endlich das „große grüne Heupferd“ gefunden, das die Grashüpfer bisher vergeblich gesucht hatten. Ein Kaisermantel (Schmetterling) verirrte sich in das Auto der Grashüpfer und fand große Beachtung. Weiter ging es mit einem Bad im Edersee, wobei ein Fangbecken für Fische gebaut wurde. Leider waren die Fische zu schnell und ließen sich nicht von den kleinen Fograshupf-edersee2rschern fangen. Der Abend klang mit Grillen, Lagerfeuer und einer Nachtwanderung aus.

„Das war ein Spitzen-Wochenende“ war die einhellige Meinung der Grashüpfer, die nun Sommerferien machen.

(Petra Müller, Teamerin der Grashüpfer)

 

Kirchhainer Grashüpfer auf Expedition in die Urzeit

Die Kindergruppe „Kirchhainer Grashüpfer“ des JUKUZ Kirchhain und des Bund Umwelt- und Naturschutz (BUND) Kirchhain besuchte im Rahmen ihres Urzeitprojektes die „Grube Messel“ bei Darmstadt. Im September 2005 haben die Grashüpfer den Zukunftswettbewerb der Burgwaldmessen gewonnen und sich entschieden, mit dem Preisgeld ein Dinosaurier- und Urzeitprojekt zu starten. Im ersten Teil ging es „rund um die Dinosaurier“, u.a. mit einem Besuch iP4012591m Senckenbergmuseum in Frankfurt. Ein paar Wochen später stand nun eine Expedition in die Urzeit in der Grube Messel bei Darmstadt an. Die Grube Messel ist ein Vulkankrater mit Ölschiefer, in dem zahlreiche bedeutende Fossilien wie z.B. das „Urpferdchen“ gefunden wurden. Nachdem aus der Grube zunächst eine Mülldeponie werden sollte, wurde sie wegen der zahlreichen Fossilienfunde zum Unesco-Weltkulturerbe und gehört heute u.a. zur Senckenberggesellschaft.

Zu Beginn der Reise verschafften sich die Kinder einen Überblick über das Gebiet der Grube Messel und das Urpferdchen „Gregor“ erzählte ihnen, wie es vor 47 Millionen Jahren dort aussah. Neugierig auf diese vergangene Welt, begannen die Grashüpfer ihre Expedition mit einem Zeitsprung und fanden sich im urzeitlichen Urwald am Rande eines riesigen Vulkansees wieder. Das Urpferdchen „Gregor“ erzählte den Kindern von springenden Igeln, Ameisenbären und etlichen anderen Urpferdchen die zu dieser Zeit den Urwald bevölkerten. Langsam seilten sich die Kinder an dem Ufer des riesigen Messel-Sees hinab und konnten kaum glauben, dass sie sich im Innern eines alten Vulkans befanden. Unten angekommen, lernten sie den Ölschiefer kennen, in dem sich so viele versteinerte Knochen verbergen. Zu ihrer Freude durften die „Grashüpfer“ Archäologen spielen und die Steine selber mit der Hand zerbröseln. Vorsichtig wurden die einzelnen Schichten voneinander getrennt: Vielleicht ist da ja ein Knochen eines urzeitlichen Tieres verborgen?P4012589

Weiter ging es zu einem athesischen Brunnen, aus dem das Wasser nur so sprudelte. Der vulkanische Ursprung war eindeutig an dem starken Swefelgeruch zu erkennen.

Allen hat es viel Spaß gemacht und der Nachmittag war viel zu schnell vergangen.

Die Grashüpfer werden sich im Frühjahr und Sommer mit Wiesen und deren Bewohnern beschäftigen. Treffpunkt ist immer draußen in der Umgebung Kirchhains. Interessenten sind willkommen und melden sich bitte unter 06422-850566, es existiert eine Warteliste.

 

Grashüpfer treffen Dinosaurier

Die Natur- und Erlebnisgruppe „Kirchhainer Grashüpfer“ fährt in das Senckenberg-Museum nach Frankfurtgrashupfscknbg2

Als gemeinsames Projekt der BUND-Ortsgruppe und des JUKUZ (Jugend- und Kulturzentrum) entstand im September 2004 die Natur und Erlebnis Kindergruppe „Kirchhainer Grashüpfer“. Ein Jahr später wurde dieses Projekt bei der in Kirchhain stattfindenden Burgwaldmesse von den Besuchern zum Gewinner des Zukunftswettbewerbes gewählt. Mit dem Preisgeld wollten die „Grashüpfer“ etwas Besonderes unternehmen. Wir haben uns für eine Reise in die Urzeit entschieden, denn nur wer die Entstehung der Erde versteht kann für ihre Erhaltung kämpfen. Gestartet sind wir im Erdmittelalter, wo sich die Kinder über die gewaltigen Dinosaurier informieren konnten und ihre eigenen Dinos als Anschauungsmaterial zur Gruppenstunde mitbrachten. Gemeinsam gestalteten sie einen „Supersaurier“, der mit seinen Supereigenschaften sogar in der Lage wäre, den “Lieblingssaurier” Tyrannosaurus Rex zu besiegen.grashupfscknbg3

Mit diesem Wissen ausgerüstet und jeder Menge Forscherdrang im Gepäck machten sich die „Grashüpfer“ eine Woche später auf, selber mal einen Dinosaurier auszugraben, immerhin waren die Tiere riesig und sind bestimmt auch einmal in Kirchhain vorbeigekommen. Die Kinder begannen mit der Grabung und wurden nach einiger Zeit sogar fündig: ein Schädel, ein Beinknochen und jede Menge Zähne wurden ans Tageslicht befördert! Nach einigen Untersuchungen stellte sich aber heraus, dass die Knochen doch nicht von dem gefährlichen T-Rex stammten, sondern von einem gewöhnlichen Schwein. Die versteinerten Zähne konnten aber durchaus von einigen Dinosauriern stammen.

Um das zu überprüfen beschlossen die „Grashüpfer“ mit ihren BetreuerInnen und Eltern einen Ort zu besuchen, an dem es richtige Dinoskelette gibt. Also machten sie sich auf den Weg nach Frankfurt in das Senckenberg-Museum. In vier Gruppen wurden die Kinder durch die Welt der Dinosaurier geführt. Sie ließen sich beeindrucken von den messerscharfen Zähnen des T-Rex,grashupfscknbg1 bestaunten den langen Hals vom Brachiosaurus und staunten über den dicken Schädel vom Triceratops. Die kleinsten „Grashüpfer“ hatten am meisten Spaß, als sie allesamt in nur einem Fussabruck Platz hatten. Andere gingen der Frage nach, wieso der T-Rex nur so kurze Arme hat und wälzten sich zu Simulationszwecken auf dem Boden. Leider war die Zeit im Museum schnell vorbei und alle begaben sich erschöpft und mit Erzählungen ihrer Erlebnisse im „Dinoland“ wieder auf die Heimreise. Aber die kleinen Forscher gaben sich noch immer nicht zufrieden und wollen bei wärmeren Wetter noch einmal eigene Ausgrabungen machen – in der Grube Messel bei Darmstadt.

 

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