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Goldrausch an der Eder
Ausflug der Kirchhainer Grashüpfer an den Edersee
„Wasch den Kies vorsichtig aus und sammle den Sand in deiner Waschpfanne“, erklärt Veit Enno Hoffmann von Goldwelten dem Kirchhainer Grashüpfer Twan van der Mei. Der Junge bewegt das Sieb vorsichtig von links nach rechts, so wie er es eben gelernt hat. Twan will Gold in der Eder finden und bringt dafür viel Geduld mit. Als Abschluss des Themas „Steine in der Umgebung“ unternahmen die Kinder der „Kirchhainer Grashüpfer, einer Kinder-Outdoorgruppe des Bund Umwelt und Naturschutz (BUND) Kirchhain und der Stadtjugendpflege Kirchhain am Pfingstwochenende einen Ausflug der besonderen Art: Sie fuhren zum Goldwaschen an den Edersee, wo die Geologen Veit-Enno Hoffmann und Gerhard Stübener in Mehlen mit Waschpfannen und Sieben die Kinder erwarteten. Mit Gummistiefeln ging es in den kühlen Fluss. Die Kinder siebten den groben Kies vom feineren Sand ab und lernten die Waschpfanne vorsichtig von links nach rechts zu schwenken, so dass sich das schwere Gold am Boden absetzen konnte.
Das Ederseegebiet ist das zweitgrößte Goldvorkommen in Deutschland. Das Gold lagert im Eisenberg bei Korbach. Bis zu 10 Tonnen werden dort vermutet, die als feine Plättchen in die Zuflüsse der Eder gespült werden, sich im Sediment ablagern und in die Eder gelangen.
Städtenamen wie „Goldhausen“ weisen auf den Goldabbau bis zum 18ten Jahrhundert hin, der heute allerdings unrentabel ist.  Wie mühsam Gold waschen ist, merkten auch die kleinen Goldwäscher, denn es blieb wenig in ihren Pfannen zurück. Auf eine Tonne Flussschotter kommen etwa 0,2 Gramm Gold. Trotzdem machte es allen viel Spaß und sie waren mit Eifer den ganzen Nachmittag dabei. Ein Besuch im Wildpark Edersee mit Greifenschau war ein weiterer Höhepunkt der Fahrt. „Das war ein cooles Wochenende, aber besonders viel Spaß machte das Goldwaschen“, so Michael Kojetinsky und Twan van der Mei über die Fahrt an den Edersee. Stolz zeigen sie ihr Gläschen mit ein paar Milligramm Gold.
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